Rauchverbot auch in Aschaffenburg
Bayern hat es mal wieder allen gezeigt, denn zum 1. Januar 2008 ist Bayern und damit bekanntlich auch in Aschaffenburg das schärfste Nichtrauchergesetz in Deutschland in Kraft getreten.
Ab jetzt ist das rauchen in allen öffentlichen Gebäuden, Restaurants, Wirtshäusern (auch in manch bekanntem Brauhaus) und Bierzelten grundsätzlich verboten!
Natürlich darf auch in Schulen (oho, das wird hart für die Kids und Nachbarn), Krankenhäusern, Kindergärten und Amtsgebäuden nicht mehr geraucht werden.
Auch nicht im Kino, Museum, der Bibliothek (wer bitte schön raucht denn da ?), Theater oder im Vereinsheim / Vereinsräumen.
Entgegen z.B. der Regelung in Hessen, darf auch in Nebenräumen nicht mehr geraucht werden!
Ja sogar auf dem Oktoberfest darf dieses Jahr nicht mehr geraucht werden und man darf gespannt sein, wie das denn so bei extrem steigendem Alkoholverbrauch und Tourismus ankommt, da sehe ich schon die Hundertschaften anrücken…
Erlaubt bleibt das Rauchen im Biergarten (weg mit dem Dach!) und allgemein auf den Freischankflächen der Wirtshäuser.
Kein deutsches Gesetz ohne ordentliches deutsches Schlupfloch und so dürfen geschlossene Gesellschaften weiterhin rauchen. Ja da werden wohl einige Raucher Clubs gegründet werden und ich sehe schon die Schilder an den Hinterräumen vor mir “geschlossene Gesellschaft – nur für Raucher”…
Übrigens dürfen Häftlinge im Gefängnis auch weiterhin rauchen, wenn der Anstaltsleiter dies erlaubt, da fällt mir ja nichts mehr zu ein.
Psychiatriepatienten dürfen ebenfalls noch rauchen (hm, nur in der Anstalt oder überall ?) und aufgrund des besonderen Streßs dürfen auch Verdächtige bei der vernehmung durch Polizei und Staatsanwaltschaft noch rauchen, womit mir endgültig die Spucke weg bleibt.
Ok, ich bin Nichtraucher und befürworte das Gesetz bzw. den Gesetzesgedanken erst mal grundsätzlich.
Endlich kann ich wieder in ein Restaurant gehen und muss nicht damit rechnen, dass mir mein Gegenüber mir jetzt Stunden lang einen vor qualmt. Die zeiten, wo man das zwischenmenschlich lösen konnte, sprich ihn einfach bittet damit aufzuhören sind ja vorbei. Schließlich wird man dafür in München, z.B. in der U-Bahn u.U. fast schon halb tot geschlagen.
Trotzdem hat natürlich jedes Gesetz 2 Seiten.
Machen wir uns nichts vor, es gibt sie die Raucher und nicht zu knapp und gerade Restaurants und Kneipen dürfte das Gesetz hart treffen. Ob hier wirklich dauerhaft die Kundschaft ausbleibt darf angezweifelt werden, schließlich weiß ja jeder, dass der Wirt nichts dafür kann und theoretisch ist es um die Ecke nicht anders.
Aber kurzfristig befürchten viele enorme Umsatzeinbussen und kurzfristig kann unter Umständen auch schon das Aus bedeuten.
Bleibt also die Frage offen, warum Bayern wieder eine Extra Wurst braten musste und warum man nicht z.B. der Lösung von Hessen folgen konnte, um zumindest vielen eine offene Tür anzubieten.
Schlagworte: gesetz, nichtraucher, rauchen, rauchverbot
Nichtraucher rufen die Polizei und Gastwirte verpfeifen sich gegenseitig…
Kürzlich hatten wir ja bereits über das neue Rauchverbot in Bayern und damit auch in Aschaffenburg berichtet und eigentlich hört man von allen seiten, dass das gesetz Problemlos angenommen wurde.
Na fährt man zum Rauchen jetzt …